Im Februar 2026 war es mild. Ich habe mir die Daten der Referenzstation Reinach AG angeschaut: die Durchschnittstemperatur lag +2,7°C über dem Mittelwert. Das deckt sich mit meinem subjektiven Empfinden, dass es warm war und sich im Wynenthal wenig neblige Suppe sammelte.
| Metrik | Wert (Februar 2026) | Referenz (1991–2020) | Abweichung |
| Durchschnittstemperatur | 4,2°C | 1,5°C | +2,7°C |
| Maximaltemperatur (Spitze) | 14,8°C | 12,1°C | +2,7°C |
| Anzahl Frosttage | 8 Tage | 15,4 Tage | -7,4 Tage |
Auswirkung auf die Bienen

Honigbienen überwintern als kleines Volk, stets in Bewegung und auf Futter angewiesen. Bei ansteigenden Temperaturen im Frühjahr beginnt die Königin wieder mit der Eiablage: Das Volk wächst.
Das Bild zeigt rechts unten Brut mit Wachsdeckel, in der Mitte Eier, Maden und Pollen in den Wachszellen und links oben verdeckelter Honig.
Fast alle unserer sieben Bienenvölker haben Anfang März bereits eine beachtliche Stärke erreicht. Das stärkste Volk hat Brut auf acht Waben (von insgesamt 18), zeigt Anzeichen von Schwarmstimmung (Weiselnäpfchen) und hat Drohnen in Pflege. Das ist aussergewöhnlich früh – konkret einen Monat früher als 2025.
Natürlich freuen wir uns über starke Bienenvölker. Diese sind tendenziell gesünder, tragen mehr Honig ein und können Feinde besser abwehren.
Aber es gibt auch Risiken, zum Beispiel bei einem erneuten Kälteeinbruch (im März/April zu erwarten). Grosse Völker fressen Unmengen Futter und benötigen entsprechende Honigvorräte, die sie aufgrund fehlender Blütentracht noch gar nicht anlegen konnten. Ausserdem muss die Brut warm gehalten werden, da sie sonst erfriert. Und grosse Bruttätigkeit führt zu einer starken Varroa-Milben‑Population, die wiederum die Bienen gefährdet.
Für uns Imker bedeutet der verfrühte Frühling: häufige Futterkontrolle und Zugabe von Fertigzucker und die Varroa-Entwicklung schon früh beobachten.
Das Bienenjahr 2026 hat also spannend begonnen.

